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Wie werde ich pünktlicher?

Businessman in a hurry checking time

Ganz einfach: Mit diesen praktischen Regeln zum besseren Zeitmanagement

Warum gibt es Menschen, die ständig zu spät sind? Und andere, die es fast immer hinbekommen, pünktlich zu sein?

Das hat nichts mit den Genen und der Persönlichkeit zu tun.  Vielmehr ist es eine Frage der Organisation und des Zeitmanagements. Und das kann jeder lernen. Wie, fragen Sie sich? Kein Problem: Hier kommen ein paar Tipps und Tricks für ein gelungenes Zeitmanagement.

Der erste Schritt zu mehr Pünktlichkeit: die richtige Selbsteinschätzung

Es gibt eine Vielzahl von Menschen, die fest davon überzeugt sind, dass sie immer pünktlich sind. Doch wenn man ihre Familie, Freunde und Kollegen fragt, fangen diese nur an zu lachen. Sie haben eine absolut gegenteilige Ansicht. Wir Menschen sind Künstler der Verdrängung und täuschen uns gerne selbst über Dinge hinweg. Gerade Emotionen wie Scham oder Unbehagen vergessen wir daher am liebsten schnell wieder und überzeugen uns nicht selten dann selbst vom Gegenteil.

So geht Ihnen ein Licht auf:

Holen Sie sich zunächst einmal ehrliches Feedback von Familie, Freunden und Kollegen. Die müssen es ja wissen! Mit der ungefilterten Außenansicht Ihrer Lieben schätzen Sie sich realistischer ein und sind ehrlicher zu sich selbst. Der Anfang ist damit gemacht.

Schritt II zu mehr Pünktlichkeit: Wo ist eigentlich Ihr Zeitgefühl?

Können Sie die Dauer von Aufgaben, Ereignisse oder Handlungen gut abschätzen? Ganz ehrlich: Wahrscheinlich nicht. Denn genau hier verschätzt man sich sehr schnell – und oft. Die Folge: Man wird immer besser darin, anschließende Termine professionell und gekonnt zu verschieben. Doch das ist oft viel schwieriger und verlangt der Fähigkeit zur (Selbst-)Organisation deutlich mehr ab, als von Anfang an pünktlich zu sein.

So stärken Sie Ihr Zeitgefühl:

Trainieren Sie sich selbst und achten Sie bewusst auf die Dauer einzelner Tätigkeiten im Alltag. Nutzen Sie eine Stopp- oder Armbanduhr und schreiben Sie sich ggf. die zeitliche Abfolge ihrer Handlungen auf. Ihr Zeitgefühl wird dadurch geschult und immer exakter. Wirklich!

Tipp III für mehr Pünktlichkeit: Hören Sie auf, punktgenau zu planen!

Mal ehrlich: Niemand schafft es immer auf die Sekunde genau am vereinbarten Ort zu sein. Es gibt einfach zu viele Eventualitäten, wie beispielsweise die lange Warteschlange vor dem Ticketstand, die alte Oma, die über die Straße geführt werden möchte oder der Postwagen, der die Einfahrt blockiert. Das kostet Zeit, die man bei einer exakten Planung einfach nicht hundertprozentig einkalkulieren kann.

So planen Sie Ihre Termine realistischer:

Das Zauberwort heißt in diesem Fall: Zeitpuffer! Planen Sie nicht, dass Sie um 20:00 Uhr da sein werden! Nutzen Sie Zeiträume und legen Sie die Ankunftszeit zwischen 19:45 und 20:00 Uhr fest. Geben Sie sich selbst eine „vorgelagerte“ akademische Viertelstunde. Denn wie sagte schon Shakespeare? „Besser drei Stunden zu früh als eine Minute zu spät!“… oder eben eine Viertelstunde. 😉

Tipp No. IV für besseres Zeitmanagement: Weg mit unnötigen Zeitfressern!

Der absolute Zeitfresser des 21. Jahrhunderts ist: das Smartphone. Durch die ständige Ablenkung über WhatsApp, Facebook oder YouTube kann die geplante Abfahrts- oder Losgehzeit schon mal in Vergessenheit geraten. Auch die berühmten „Noch schnell…“-Dinge, wie zum Beispiel die Spülmaschine ausräumen, die Wäsche zusammenlegen oder das Fensterputzen, lassen sich oftmals nicht in der gewünschten Zeit erledigen.

So werden Sie die Zeitfresser los:

Lassen sie ungeplante Tätigkeiten vor Verabredungen einfach sein! Nutzen Sie das Smartphone nicht als Zeitfresser, sondern den Kalender und die Erinnerungsfunktionen als persönliche Organizer. Notfalls stellen Sie sich auch mal einen Alarm. Sie werden sehen: Auch Sie können pünktlich sein!

Zitat von William ShakespeareÜbrigens: Wer häufig zu spät kommt, schiebt auch gerne andere Dinge auf die lange Bank. Die Steuererklärung beispielsweise schnell noch am 31. Mai vormittags erledigen oder am Samstag vor Muttertag ein Geschenk besorgen. Klingt irgendwie vertraut? Tja, dann wissen Sie auch: Das endet meist nicht ganz so, wie gewollt.

Erledigen Sie deshalb jede Woche mindestens 2–3 Dinge, bevor es höchste Zeit dafür ist. Also nicht auf den berühmten „letzten Drücker“, sondern deutlich früher. Praktisch: Ohne groß darüber nachzudenken, werden Sie die wirklich wichtigen Dinge als erstes anpacken. So schaffen Sie sich nicht nur zeitliche Freiräume, haben weniger Stress und fühlen sich ganz allgemein weniger „gehetzt“. Sie trainieren auch noch ganz nebenbei ihre persönliche Prioritätensetzung – und zwar so sehr, dass Ihnen das Selbstmanagement schon nach kurzer Zeit viel leichter (und schon fast von selbst) von der Hand gehen wird. Probieren Sie es aus!

Die wichtigsten Regeln für ein besseres Zeitmanagement auf einen Blick:

  1. Holen Sie sich Feedback von Familie, Freunden und Kollegen. Die müssen es ja wissen!
  2. Trainieren Sie sich selbst und achten Sie bewusst auf die Dauer einzelner Tätigkeiten im Alltag. Nutzen Sie dazu auch Stopp- oder Armbanduhr und schreiben Sie ggf. mit.
  3. Planen Sie ab sofort immer mit Zeitpuffer. Egal, was kommt!
  4. Lassen Sie ungeplante Tätigkeiten vor Verabredungen und Terminen einfach sein.
  5. Nutzen Sie Ihr Smartphone nicht als Zeitfresser, sondern als persönlichen Organizer.
  6. Erledigen Sie jede Woche mindestens 2–3 Dinge, bevor es zu spät ist.

 

Bildquelle: cyano66 / iStockphoto

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